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<title>Max Riese</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Max Riese</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Max Gustav Riese</b> (* <a href="7._Januar" title="7. Januar">7. Januar</a> <a href="1868" title="1868">1868</a> in <a href="M%C3%B6nchengladbach" title="Mönchengladbach">Mönchengladbach</a><sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>; † <a href="13._November" title="13. November">13. November</a> <a href="1943" title="1943">1943</a> in <a href="Rh%C3%B6ndorf" title="Rhöndorf">Rhöndorf</a>) war ein deutscher <a href="Drogist" title="Drogist">Drogist</a>, <a href="Unternehmer" title="Unternehmer">Unternehmer</a> und Erfinder der <a href="Penaten-Creme" title="Penaten-Creme">Penaten-Creme</a>.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Leben_und_Wirken">Leben und Wirken</h2></div>
<p>Max Riese wurde 1868 in Mönchengladbach geboren. Sein eigentlicher Berufswunsch <a href="Apotheker" title="Apotheker">Apotheker</a> erfüllte sich nicht, so dass er Drogist wurde. Seine erste eigene <a href="Drogerie" title="Drogerie">Drogerie</a> eröffnete er in <a href="D%C3%BCsseldorf" title="Düsseldorf">Düsseldorf</a>, später wechselte er nach <a href="K%C3%B6ln" title="Köln">Köln</a>, in das Haus Ehrenstraße&nbsp;79. Riese stellte bereits dort gemeinsam mit dem Drogisten Otto Schmithausen, dem Inhaber der „Drogerie zum Bürgerhospital“, unter der <a href="Firma" title="Firma">Firma</a> <i>Palliativ, Fabrik hygienischer Produkte Schmithausen &amp; Riese</i><sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> wie in einer <a href="Apotheke" title="Apotheke">Apotheke</a>, mit einfachen Mitteln <a href="Salbe" title="Salbe">Salben</a> und Heilmittel her und suchte nach einer <a href="Hautcreme" title="Hautcreme">Hautcreme</a>, welche die empfindliche Haut von Säuglingen schützt. Seine Frau <i>Elisabeth Riese geb. Knapp</i> führte im selben Haus eine Papier- und Schreibwarenhandlung.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>1898 baute Max Riese in <a href="Rh%C3%B6ndorf" title="Rhöndorf">Rhöndorf</a>, einem heutigen Stadtteil von <a href="Bad_Honnef" title="Bad Honnef">Bad Honnef</a>, auf dem Grundstück <i>Am Sperrbaum 5</i> ein Haus, wohin er mit seiner Familie zog und dort die Drogerie weiterführte.
</p><p>Am 17. September 1904 meldete er das „Hautkonservierungsmittel Penaten Crème“ beim <a href="Reichspatentamt" class="mw-redirect" title="Reichspatentamt">Reichspatentamt</a> in <a href="Berlin" title="Berlin">Berlin</a> an. Diese <a href="Marke_(Recht)" title="Marke (Recht)">Marke</a> geht auf Rieses Ehefrau Elisabeth zurück, die sich intensiv mit römischer Geschichte befasste und anregte, die Creme nach den <a href="Penaten" title="Penaten">Penaten</a> zu benennen, den antiken Schutzgöttern eines Haushalts.
</p><p>Mit der Zeit reichte der Platz in der Drogerie, wo die <a href="Dose" title="Dose">Dosen</a> noch mit Spachtel per Hand befüllt wurden, nicht mehr aus, um die steigende Nachfrage zu befriedigen, so dass Riese 1908 im Ort an der Rhöndorfer Straße das Unternehmen <i>Penaten, Fabrik Pharm. Spezialitäten</i> gründete. Max Riese plante ursprünglich, 10.000 Dosen im Monat zu produzieren. 1928 lieferte das Unternehmen jedoch bereits 30.000 Stück im Monat, im ganzen Jahr 1939 sogar 6.019.000 Dosen (also etwa 500.000 pro Monat) aus. In der <a href="Zeit_des_Nationalsozialismus" title="Zeit des Nationalsozialismus">Zeit des Nationalsozialismus</a> wurde Max Riese Mitglied der <a href="NSDAP" class="mw-redirect" title="NSDAP">NSDAP</a> und zog sich zunehmend aus dem Betrieb zurück, den seine Söhne Alfred und Max jr. fortführten.
</p><p>Nach kurzer schwerer Erkrankung starb Max Riese 1943 im Alter von 75&nbsp;Jahren in Rhöndorf. Er hinterließ neben seiner Ehefrau drei Söhne: den <a href="Arzt" title="Arzt">Arzt</a> Alfred Riese, Max Riese jr. und den <a href="Jurist" title="Jurist">Juristen</a> Erich Riese, außerdem vier Enkelkinder. Er wurde am 16.&nbsp;November 1943 auf dem <a href="Waldfriedhof_(Rh%C3%B6ndorf)" title="Waldfriedhof (Rhöndorf)">Waldfriedhof</a> in Rhöndorf beerdigt.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Penaten_Pharmazeutische_Fabrik_Dr._med._Riese_&amp;_Co._GmbH"><span id="Penaten_Pharmazeutische_Fabrik_Dr._med._Riese_.26_Co._GmbH"></span>Penaten Pharmazeutische Fabrik Dr. med. Riese &amp; Co. GmbH</h2></div>
<p>Das Unternehmen wurde von den Söhnen Alfred und Max fortgeführt. Der dritte Sohn, Erich Riese, kam während des <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkriegs</a> ums Leben. Im Mai 1945, zwei Tage vor Ende des <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkriegs</a> wurde das Werk schwer beschädigt. Bereits im August 1945 konnte die Produktion jedoch wieder aufgenommen werden, indem an vier Standorten gearbeitet wurde, an der Rommersdorfer Straße, der Kirchstraße, der Bahnhofstraße und im ehemaligen Rhöndorfer Hof. Im Oktober 1945 holten sich Alfred, bis dahin für den kaufmännischen Bereich zuständig, und Max Riese jr. als Produktentwickler im Labor, den <a href="K%C3%B6ln" title="Köln">Kölner</a> Finanzexperten Fritz Frankenberg als geschäftsführenden Gesellschafter in ihr Unternehmen.
</p><p>Der <a href="Promotion_(Doktor)" title="Promotion (Doktor)">promovierte</a> <a href="Arzt" title="Arzt">Arzt</a> Max Riese stellte seinen Namenszug „Dr. med. Max Riese“ als Teil des Markenzeichens zur Verfügung, verlor jedoch wegen der nichtärztlichen Tätigkeit im Entwicklungslabor des Unternehmens seine <a href="Approbation_(Heilberufe)" title="Approbation (Heilberufe)">Approbation</a>. Das Unternehmen firmierte nun als <i>Penaten Pharmazeutische Fabrik Dr. med. Riese &amp; Co. GmbH</i>.
</p><p>Anfang der 1950er Jahre ließ die Geschäftsführung die ersten drei Werkhallen an der Rhöndorfer Straße bauen. Die Produktpalette wurde mit Puder, Shampoo, Seife und Badezusätzen zum Komplettprogramm für die Baby-Pflege ausgebaut.
</p><p>Fritz Frankenberg starb 1966, auf ihn folgte sein Sohn Helmut Frankenberg nach.
</p><p>In den 1970er Jahren wurde ein Verwaltungsgebäude mit einer Fassade in den Penaten-Farben errichtet.
</p><p>Nach dem Rückzug von Max Riese jr. wurde dessen Tochter <i>Dorothee Althoff-Riese</i> Mitglied der Geschäftsführung. Am 20.&nbsp;November 1974 kam Helmut Frankenberg bei einem <a href="Lufthansa-Flug_540" title="Lufthansa-Flug 540">Flugzeugabsturz</a> ums Leben, 1975 starb Alfred Riese. Neben Dorothee Althoff-Riese führten nun Elfriede Keymer-Riese und Christa Frankenberg die Geschäfte des Unternehmens, später <a href="Pia_Frankenberg" title="Pia Frankenberg">Pia Frankenberg</a>, die Tochter von Helmut Frankenberg, und Alfred Nolden, ein Urenkel von Max Riese, der 1949 als Säugling auf einem Werbeaufsteller des Unternehmens abgebildet war.
</p><p>1986 wurde das Unternehmen vom <a href="Vereinigte_Staaten" title="Vereinigte Staaten">US-amerikanischen</a> Konzern <a href="Johnson_%26_Johnson" title="Johnson &amp; Johnson">Johnson &amp; Johnson</a> übernommen, Ende des Jahres 2000 die Produktion der Penaten-Creme nach <a href="Italien" title="Italien">Italien</a> und <a href="Frankreich" title="Frankreich">Frankreich</a> verlagert und der Standort Rhöndorf geschlossen.
</p><p>Alfred Nolden unterstützte 2013 den Aufbau einer Penaten-Sammlung im <a href="Heimatmuseum" title="Heimatmuseum">Heimatmuseum</a> des <a href="B%C3%BCrger-_und_Ortsverein_Rh%C3%B6ndorf" title="Bürger- und Ortsverein Rhöndorf">Bürger- und Ortsvereins Rhöndorf</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Quellen">Quellen</h2></div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.diebadhonnefer.de/der-groste-erfinder-der-stadt.htm"><i>Der größte Erfinder der Stadt. PENATEN: Max Riese erfand 1904 eine Creme, die die Welt glücklich machte. Teil 1.</i></a> Die Bad Honnefer Wochenzeitung. 10. Dezember 2012</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.diebadhonnefer.de/riese-die-zweite-generation.htm"><i>Riese: Die zweite Generation. PENATEN: Von einer Kölner Drogerie zum Weltkonzern. Made in Rhöndorf. Teil 2.</i></a> Die Bad Honnefer Wochenzeitung. 17. Dezember 2012</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.diebadhonnefer.de/an-nur-einem-tag-anderte-sich-die-welt.htm"><i>An nur einem Tag änderte sich die Welt. PENATEN: 1974 kommt Penaten-Chef Helmut Frankenberg bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Teil 3.</i></a> Die Bad Honnefer Wochenzeitung. 24. Dezember 2012</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.diebadhonnefer.de/das-ende-der-„rhondorfer-penatenwelt“.htm"><i>Das Ende der „Rhöndorfer Penatenwelt“ GESCHICHTE: 1986 wird Penaten an „Johnson &amp; Johnson“ verkauft. Teil 4.</i></a> Die Bad Honnefer Wochenzeitung. 7. Januar 2013</li>
<li>Roswitha Oschmann: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/rhein-sieg-kreis/bad-honnef/Demnaechst-soll-es-um-die-Geschichte-von-Penaten-gehen-article998651.html"><i>Im neuen Heimatmuseum in Rhöndorf. Demnächst soll es um die Geschichte von Penaten gehen.</i></a> <a href="General-Anzeiger_(Bonn)" title="General-Anzeiger (Bonn)">General-Anzeiger</a>, 8. März 2013</li>
<li>Anke Vehmeier: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/wirtschaft/nachrichten/Penaten-Creme-ist-hundert-Jahre-alt-article545994.html"><i>Penaten-Creme ist hundert Jahre alt.</i></a> <a href="General-Anzeiger_(Bonn)" title="General-Anzeiger (Bonn)">General-Anzeiger</a>, 16. September 2004</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.flensburg-online.de/diverses/penaten-creme-wurde-100-jahre-alt.html"><i>Penaten-Creme ist hundert Jahre alt.</i></a> auf flensburg-online.de</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www1.wdr.de/themen/archiv/stichtag/stichtag476.html"><i>Vor 100 Jahren: Penaten-Creme als Patent angemeldet. Römische Hausgötter für den Windelbereich.</i></a> Zeitgeschichtliches Archiv auf <a href="Westdeutscher_Rundfunk_K%C3%B6ln" title="Westdeutscher Rundfunk Köln">WDR.de</a>, 17. September 2004</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.handelsblatt.com/marken-des-jahrhunderts/unternehmensportraet-penaten-die-babypflege/7536432.html"><i>Unternehmensporträt: Penaten – Die Babypflege.</i></a> in <i>Marken des Jahrhunderts.</i> der <i>Deutsche Standards EDITIONEN</i> 2012 auf <a href="Handelsblatt" title="Handelsblatt">Handelsblatt.com</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/penaten-creme-feiert-stillen-100_aid-16927117"><i>Am Geburtsort Rhöndorf wird nicht mehr produziert: Penaten-Creme feiert stillen 100.</i></a> <a href="Rheinische_Post#Internet-Auftritt" title="Rheinische Post">RP-online</a>, 13. April 2004</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.lunamag.de/cms/mum/735-penaten-ein-portrait"><i>Penaten – Ein Portrait.</i></a> Luna Magazin</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Standesamt Mönchengladbach-Mitte / Bürgermeisterei Gladbach. Geburtsurkunde Nr. 18 vom 9. Januar 1868</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Greven’s Adreßbuch für die Stadtgemeinde Köln, umfassend: Köln und die Vororte Bayenthal, Deutz, Ehrenfeld, Lindenthal, Nippes, Riehl, Sülz, Zollstock u.s.w. sowie für die Umgebung besonders Mülheim am Rhein und Kalk.</i> 45.&nbsp;Jahrgang, Greven’s Kölner Adreßbuch Verlag, Köln 1899, II.&nbsp;Teil, S.&nbsp;364.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Greven’s Adreßbuch für die Stadtgemeinde Köln, umfassend: Köln und die Vororte Bayenthal, Deutz, Ehrenfeld, Lindenthal, Nippes, Riehl, Sülz, Zollstock u.s.w. sowie für die Umgebung besonders Mülheim am Rhein und Kalk.</i> 45.&nbsp;Jahrgang, Greven’s Kölner Adreßbuch Verlag, Köln 1899, II.&nbsp;Teil, S.&nbsp;397.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Kölnische Zeitung</i> vom 19. November 1943, S. 8 <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/XDT4Q3SOXZTVUXXQCS2M6GS7J4IQYPPG?issuepage=8">online</a></span>
</li>
</ol>
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Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2025-03-28" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=Max_Riese&amp;oldid=254625412">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
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